Juniorwahl zur Europawahl 2014- Jugendliche bei schwarz-rot angekommen

In der letzten Woche waren etwa 450 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Walsrode zur Europawahl aufgerufen – allerdings nur virtuell

Beim Projekt Juniorwahl, das nun schon zum vierten Mal am Gymnasium Walsrode durchgeführt wurde, geben Schülerinnen und Schüler in einem realistischen Wahlakt am Computer ihre Stimmen ab – diesmal, um über die virtuelle Kräfteverteilung im Europaparlament zu entscheiden. Gezählt werden die Stimmen natürlich nicht für die reale Wahl, die noch immer nur den Erwachsenen vorbehalten bleibt.

Dennoch zeigt aktuelle Wahlgang der Jugendlichen Erstaunliches: Waren bei der Juniorwahl zur Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 noch die GRÜNEN die stärkste Partei, gefolgt von der SPD, kehren sich die Kräfteverhältnisse nun um und zeigen deutliche Parallelen zu dem Wahlergebnis bei den Erwachsenen. Hier nun die Ergebnisse der bundesweiten Stimmauszählung der Juniorwahl:

Die CDU wird bei der Wahl am Gymnasium Walsrode stärkste Kraft (28,4%), gefolgt von SPD (21,8%) und GRÜNEN (16,4%). Trotz dieses nahezu „erwachsenen“ Ergebnisses geben die Jugendlichen auch exotischeren Parteien wie der „Tierschutzpartei“ (5,5%) oder der Spaßpartei „Die PARTEI“ (2,6%) erstaunlich viele Stimmen. Das bundesweite Ergebnis der Juniorwahl (http://www.juniorwahl.de/europawahl-2014.html) zeigt ganz ähnliche Ergebnisse.

Die FDP (0,95%) allerdings ist bei den Jugendlichen am Gymnasium Walsrode abgeschlagen auf einer Höhe mit der PBC(0,95%). Die eurokritische AfD (2,4%) schneidet deutlich schlechter als in der realen Wahl ab. Das Abschneiden der NPD (3,6%) am Gymnasium Walsrode macht nachdenklich: Sind das jugendliche Protestwähler oder Schülerinnen und Schüler, die die virtuelle Wahl nicht wirklich ernst genommen haben? Eine Analyse ist kaum möglich, denn natürlich war auch der virtuelle Wahlakt frei und geheim.

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