Dichtertag der neunten Klassen

Am 28. Januar fand der Dichtertag für den 9. Jahrgang statt. Dabei beschäftigten sich die Schüler für sechs Stunden intensiv mit Joseph von Eichendorff und seinen Werken als Schriftsteller. In verschiedenen Gruppen wurden z.B. einzelne Gedichte geschrieben, Biografien erstellt sowie Gedichte auf unterschiedliche Arten bearbeitet. Hier könnt Ihr die Ergebisse der 9f nachlesen.

Joseph von Eichendorf – Biografie

Geb.  10. März.1788

Gest. 26.November 1857

Nationalität: Deutsch

Art Seiner Werke: Lyrik und Prosa

Joseph Freiherr von Eichendorff, welcher auf Schloss Lubowitz geboren wurde, gilt als der bedeutendste Lyriker und Schriftsteller der deutschen Romantik. Er war Sohn eines preußischen Offiziers und wuchs in einer katholischen Adelsfamilie auf. Nach seinem Besuch des Gymnasiums in Breslau, begann er mit einem Jurastudium in Halle, welches er später in Heidelberg fortsetzte. Im Winter 1808 besuchte er unter anderem Vorlesungen von Kleist und konnte so Kontakte zu anderen Schriftstellern bzw. Dichtern knüpfen. Nach Beendigung seines 2 jährigem Studiums, nahm er an den Befreiungskriegen gegen Napoleon in den Jahren 1813-1815 teil. Ein Jahr danach trat er als Referendar in den preußischen Staatsdienst ein. 1831 zog er mit seiner Familie, wo er sich mit verschiedenen Ministerien beschäftigte und 1841 zum geheimen Regierungsrat ernannt wurde. Drei Jahre später ging er in Pension und widmete sich endgültig der Schriftstellerei.

 

Gruppen in der 9F:

• Erstellen einer Fotostory zu 2 verschiedenen Gedichten (Amelie, Jana, Anneke, Johanna G. , Lukas, Annelie, Lea und Vivien)

• Erstellung einer Fotostory mit Internet Fotos (Jonatan, Julian, Rouven und Joshua)

• Ein Gedicht in seinem Stil verfassen (Annika, Enya, Maira, Anna, Lilo und Franziska)

• Ein Gedicht umschreiben in die heutige Zeit (Johanna B., Beatrice, Hannah, Lara)

• Lied/ Rap (Maik, Luca, Jaron und Janik)

 

Ausgewählte Produkte des Dichtertages der 9f am 28. Januar 2013

Es war, als würden die Berge,

vom Wasser gespiegelt,

aussehend wie eine Scherbe.

für immer versiegelt.

 

Die Landschaft wirkt unendlich weit,

Die Bäume wehen im Wind,

es vergeht so langsam die Zeit.

leise wie ein schlafendes Kind.

 

Ich wandere seit mehr als eine Stund,

meine Füße sind schon ganz wund.

Mein Ziel liegt weit in der Ferne,

wie einer der vielen Sterne.

 

Es fühlt sich an wie Wochen,

wann hört mein Herz auf zu pochen?

Ich warte auf das Ende,

sehe auf mich zu kommen die Wände,

der Zeit.


 

 

Hier saß ich viele tausendmal

bis dass die Sterne standen

hell über ihrem Haus.

Wie im Traum

die Wiese, Bäume, Büsche,

ganz mit Mondschein bedeckt.

Silbrig schimmernd, melancholisch,

denke ich voll Schmerz berührt,

Es ist in der Welt ja doch niemand

den es kümmert, der es spürt.

 

Vom Schlosse in die weite Welt

zog ich auf zu finden

dich, und die Liebe.

 

Heut nun rauscht die Nacht so leise

durch die Waldeseinsamkeit,

ist die Welt noch still und weit,

Gedanken überfliegen

die Vögel und den Wind.

 

Du sagtest einmal still und leis,

spiegelnd mit verschämten Lächeln,

ich sei so weis und klug und schön,

du wolltest mich nie mehr vergessen.

 

Damals, die Sonne scheinet

hell überm blauen Himmelsglanz.


 

 

Beim Moment als sie mich sah

Wurde mir klar

Sie wird meine sein

Auf Ewigkeit die Eine, die Meine.

 

Von Sonnenaufbruch an bis zum Ende der Tage

Das Lied was wir sangen

Dauerte keine Jahre

Sie verschwand wie die Wolken am Himmel

Das Verlangen nach meiner verlorenen Lieb

War das Einzige was mich noch am Lieben hielt

Da ihr Antlitz in meinem Gedächtnis war.


 

 

Er: Da unten wohnte sonst mein Lieb, die ist jetzt schon begraben.

Sie: Er war ein Mann von gutem Hause, ohne Pause, immer für mich da.

Er: Der Baum noch vor der Türe steht wo wir gesessen haben.

Sie: Doch was er mir nicht geben konnte gab mir ein anderer.

Er: Gefechte böser Worte, ausgesprochen, ausgebrochen ging sie davon. Die Nacht verschwiegen.

Sie: Gedanken sind frei. Zuflucht in anderen Armen. Nur wer blind sei erkennt drohende Gefahren.

Er: Geborgen in den Schatten der Nacht beobachtet auf leisen Sohlen entfacht sich ein Feuer tiefentbrannt in zornigen Lieben schrie ich in Antlitz eurer erschreckenden, entblößten Wahrheit.

Sie: Vor Gram verzerrt ein roter Fluss zerriss die Welt. Engelszungen klingen hell am Ende, zurückgelassen unter dunkler Erde. Doch der Baum noch vor der Türe blieb.

Er: Stets muss ich nach dem Hause sehn und seh doch nichts vor Weinen, und wollt ich auch hinunter gehn Ich stürbe doch so alleine!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.